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21 in 21

Der Startschuss meines Projektes 21 in 21 fiel am 10. März 2021. Bis Ende des Jahres möchte ich alle 21 der von mir noch nicht bestiegenen 4000er der Schweiz bezwungen haben.
Der ersten Gipfel sollte das Hintere Fiescherhorn mit einer Höhe von 4025m sein. Da ich im Laufe des Jahres nicht unter Zeitdruck geraten wollte, nutzten wir den letzten schönen Tag nach einer langen Hochdruckphase in den Alpen. Zuvor hatte es zwei Tage lang etwas schlechteres Wetter mit wenig Schneefall gehabt.


 
Dank schlechter Recherche (Es hätte einen früheren Zug mit Ankunft um 09:00 Uhr gegeben) starten wir nach Anreise von Luzern erst um 10:30 Uhr vom Jungfraujoch auf 3450m. Entlang der Piste ziehen wir hinauf zum Mönchsjoch, wo uns gleich einmal ein kräftiger Wind um die Ohren saust. Wir Fellen in “Windeseile” ab und bald cruisen wir die pulvrigen, etwas steileren Hänge des “Ewigschneefelds” hinab. Wo man im Frühjahr sanft dahingleitet, mühen wir uns heute mit Stöckelparade hinab zum Anfellpunkt auf etwa 3300m.



Immerhin können wir eine Spur ausmachen und so müssen wir nur die ersten 150 hm die windverblasene Spur neu planieren, ehe wir eine mehr oder minder gute Spur hinauf zum Beginn des Fußaufstieges erreichen. Derweil sind die fleißigen Vorspurer bereits am Fußaufstieg, jedoch anstelle direkt zum Fieschersattel, ziehen sie ein etwas weiter nördlich gelegenes Coulouir direkt zum Grat das Grossen Fiescherhorns hinauf.
 
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Dank fehlender Akklimatisation mühen wir uns ein wenig, doch bald erreichen wir die Wechselzone bei 3840m. Zu Fuß, mit den Ski auf dem Rücken, erklimmen wir das etwa 50° steile Couloir und erreichen auf 3960m den Grat.
Die vorausgehende 4er Seilschaft ist derweil knapp unterhalb des Gipfels des Grossen Fiescherhornes und ob der gespurten Verhältnisse, entscheiden wir uns spontan, das Grosse Fiescherhorn als Bonusgipfel zu besteigen.
 


Ohne Rucksack, erreichen wir nach 15 Minuten den Gipfel und treffen glatt auf bekannte Gesichter. Wir gratulieren uns kurz und machen uns nach 5 Minuten bereits an den Abstieg. Ohne Rucksack geht die Kletterei leicht von der Hand und bald stehen wir wieder neben unserem Gepäck. Im Glauben, ein 30m Seil reiche leicht zum Abseilen, ziehe ich übermütig meine Steigeisen ab und mache mich ans Abseilen. Nach etwa 7 Metern muss ich einsehen, dass das Seil nicht bis ins Gehgelände reicht, ein Abketten der letzten 3 Meter ohne Steigeisen ist mir zu heikel.
Etwas fluchend blockiere ich daher meinen Halbmastwurf, deponiere den Rucksack vorsichtig und lege meine Steigeisen wieder an. Der Wind hat derweil kräftig zugelegt und ich bin froh, den Scarpa F1 LT für diese Tour gewählt zu haben, der meine Zehen vor den tiefen Minusgraden schützt.
 

 
Endlich, die Ski wieder an den Füßen, spure ich hinüber zum Hinteren Fiescherhorn. Eingeblasener Triebschnee auf harter Unterlage macht das Spuren zum mühsamen Unterfangen und wir entscheiden uns zum Deponieren der Ski auf 3960m. Mit Steigeisen steigen wir im Sturm empor, einen Bergschrund mit beherztem Sprung überwindend, hinauf zum Grat und nach leichter Kletterei erreichen wir bald den höchsten Punkt auf 4025m. Der Wind kennt keine Gnade und bei fortgeschrittener Zeit (15:00 Uhr auf dem Gipfel), fällt der Aufenthalt wiederrum kurz aus.
 

 
Wir eilen hinab zu unseren Ski, erstaunlich dass diese noch nicht vom Winde verweht wurden, und fahren die ersten 100hm hinab auf dem Walliser Fiescherfirn. Der Wind bläst immer noch mit 30-50 Km/h. Die teils riesigen Spalten sind nur schemenhaft erkennbar und wir seilen an. Mittels GPX Track navigierend, suchen wir unseren Weg durch das Spaltenlabyrinth. Nach etwa 150hm lässt der Wind nach, dafür werden die Gletscherspalten noch größer und im Zickzack überwinden wir ein Hindernis nach dem anderen.
 

 
Erst auf 3600m lässt die Anspannung nach, wir packen das Seil weg und lassen die Ski durch Pulverschnee hinab auf den flachen Gletscher gleiten.
 
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Hier gilt es einmal mehr beherzt die Stöcke einzusetzen, bis endlich die Finsteraarhornhütte in Sicht kommt. Erst hier können wir langsam wieder skifahren und setzen am rechten Gletscherrand den Kurs auf Fiesch. Dank Spuren finden wir die Abfahrtsroute hier gut und bald erreichen wir nach einigen steilen Couloirs das Ende des Gletschers.
 


Den Bahnhof Fiesch erreichen wir gegen halb 8 Uhr abends, die anschließende Rückreise nach Luzern sollte ganze 4,5 h dauern…
 
Die Moral von der Geschicht, Frühsaison ist für schwache Nerven nicht…
 
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